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Event Recap RSL Milano Pro / Am 2023 presented by Dextro Energy*

Sonne satt, heavy Turns, krasse Kombos und lofty Airs - Valeska Schneider und Nici Marusa gewinnen den Final Event der RSL Pro / Am Season 2023!
08.05.2023, Mailand

Mit dem Milano Pro / Am war die RSL zum ersten Mal in Italien und bei Wakeparadise Milano zu Gast. Für viele Surfer aus dem Alpenraum hat sich die Rapid Surfing Location in Mailand in den letzten Jahren zum jährlichen Fixpunkt entwickelt, um vor Beginn der Wintersaison noch einmal ohne Neo eine der besten Rapids Europas zu shredden.

Anfang Mai müssen wir feststellen, dass wir die dicken Neos offiziell wieder ausziehen und in den Sommer Modus switchen können. Der routinierte Griff zum 5/4er und 4/3er beim Packen der Reisetasche in heimischen Gefilden erwies sich als Fehlgriff, die Stimmung am “Mailänder Meer” aka. Idroscalo war Tropical. Das wiederum kombiniert mit der Mailänder Rapid und auf ging’s mit dem ersten Sommerfest der Saison. Auch daraus kann man gut und gerne eine Tradition machen, erst Recht wenn sich so viele Surfer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aufmachen, um gemeinsam mit dem italienischen Kontingent ein langes Wochenende bei 28° Außen- und 24° Wassertemperatur auf der Welle durchzufeiern.

Que bello!
Was für ein Event - und was für eine Saison 2023! Grazie Milano, mille grazie an die RSL Surfer!

Zu den qualifizierten Surfern, die sich via Versicherungskammer Bayern Fuchslochwelle Pro / Am, L&T Hasewelle Pro / Am, sowie The Riverwave Surf Open für den RSL Milano Pro / Am qualifiziert hatten, kamen die RSL Wildcards als Mix aus Vorjahres Pro Event Teilnehmerinnen und Teilnehmern und den Location Wildcards, mit denen auch erstmals italienische Surfer an einem RSL Event teilnahmen. Die Starterliste (zu sehen bei www.liveheats.com/rapidsurfleague) war dementsprechend vollgepackt mit Topp Surfern und Newcomern und spiegelte genau das wider, was die RSL dazu bewogen hatte, die Saison 2023 als Pro / Am Season anzusetzen. Wir Rapid Surfer werden einfach jedes Jahr mehr und das Niveau, die Manövervielfalt und die Qualität, in der diese gesurft werden, steigt jedes Jahr in der Spitze und Breite. Dafür standen und stehen die vielen lieben Gesichter, in die wir beim Riders Meeting zum Auftakt des Events blicken konnten und die mit uns durch die RSL Saison 2023 gegangen sind. Sie alle sind tolle Surfer und großartige Botschafter für unseren Sport, die es schaffen, an jeder der von uns gesurften Wellen Menschen zu begeistern und dazu zu inspirieren, doch einfach mal selber aufs Brett zu steigen und Teil der Community zu werden.

Auf dem Brett trafen sich im Finale der Frauen Anika Weizel, Jana Wessels, Maya Sauer und Valeska Schneider. Sowohl Valeska als auch Maya hatten ihre Heats über den Cut dominiert und beide mit sehr starkem Surfen auf dem Rail, tiefen Linien, Reverses und Air Reverses die Weichen für das direkte Erreichen des Finales gestellt. Anika Weizel und Jana Wessels wiederum, waren jeweils über den Call aus dem Halb- ins Finale gesurft. Während Anika auf Ihre typische Vollgas-Art direkt und mit hochgekrempelten Ärmeln ihre Konkurrentin im Halbfinal Call Mara Ernst mit 2 zu Null Punkten aus der Challenger Position heraus im Call noch auf den Dritten Platz verwiesen hatte, wurde der Call zwischen Jana Wessels und Ina Schorr im zweiten Halbfinale zu einem Strategiespiel bei dem beide Konkurrentinnen die Nervenstärke ihrer Widersacherin ausreitzten. Am Ende konnte sich Jana mit 2 zu 1 Punkten gegen Ina durchsetzen und Ihre Call Leader Positionierung ins Ziel bringen und – wie Anika Weizel auch – als Call Gewinnerinnen aus den Halbfinals ins Finale einziehen.

Im Finale selbst war es dann erst einmal Maya Sauer, die den Maßstab für das Niveau im Cut und den Level anlegte. Nach 3 Runs und 2 Wertungen waren die Plätze 3 und 4 für Anika Weizel und Jana Wessels fixiert und selbst die zweitplatzierte Valeska Schneider mit einer Punktedifferenz von 2.66 klar auf Ihren Platz verwiesen. Dafür standen einfach das Extra an Power, Präzision und Buzzer Beater Momenten bei den Air Reverses, die Maya in den Final Heat mitbrachte. Und damit waren sich die Zuschauer am Pool eben auch sicher, dass sich dieses Momentum durch den Final Call der Competition der Damen für Maya aus der Call Leader Position durchsetzen würde. Allerdings hatte Valeska dabei auch noch ein Wort mitzureden und das war umso deutlicher zu hören, nachdem Maya Ihren ersten, unerwartet konservativen Call an Valeska abgeben musste. Backside Snap auf Frontside Carve auf Frontside Hack war über den Event gesehen nicht das technische Limit von Maya, aber super solid und stylish. Allerdings eben auch zu 100% im Spektrum von Valeska. Dementsprechend surften beide Damen alle 3 Manöver durch und es lag bei den Judges, Manöver für Manöver im direkten Vergleich über den Punktgewinn zu entscheiden. Nachdem dieser aus Call 1 an Valeska ging, hatte Valeska in Ihrem Call bereits die Chance mit einem weiteren Punkt den Spieß umzudrehen und aus der Challengerrolle heraus den Eventverlauf auf den Kopf zu stellen und den Sieg mit nach Hause zu nehmen. Auch Valeskas Call kam eher über klassisches Surfen, auch hier kamen die beiden Kontrahentinnen durch alle 3 Manöver – Backside Carve – Frontside Hack – Frontside 360 – durch und wieder waren die Judges gefragt. Ziemlich heiße Nummer für die Herren im Judging Tower, die am Ende auch den zweiten Punkt bei Valeska sahen und diese damit zur Gewinnerin des Milano Pro / Am 2023 machten. Damit hat Valeska zum letztmöglichen Termin 2023 nach zwei 2. Plätzen bei RSL Events Ihren ersten Sieg eingefahren und ultimativen Test des Final Call zum ersten mal Stand gehalten – besonders beachtlich, da es aus der Challenger Rolle heraus geschah. Gratulationen auch an die Zweitplatzierte des Events Maya Sauer, die das Mailänder Publikum von Anfang an mit Ihrem Surfen in den Bann gezogen und damit viele neue Fans gewonnen hat.

Bei den Herren war nach Runde 1 klar, dass der Wettkampf als solcher vor allem von einer Frage bestimmt wird: wer wird es als Challenger in den Final Call neben Nicolas Marusa schaffen, um vielleicht doch noch im direkten Vergleich Nicis unglaubliches Momentum 2023 zu durchbrechen? 4 Siege aus 4 vorherigen Events – klarer kann man eine Favoritenrolle eigentlich nicht beschreiben. Am Ende war es Marius Gerlach, der nach einem extrem engen Final Cut seinen Hut für den Final Call in den Ring schmiss und gegen Nici um die Punkte aus Call 1, 2 und möglicherweise 3 surfen wollte. Mit 0.23 Punkten Vorsprung hatte sich Marius mit kombinierten 18.50 auf den 2. Platz gesurft. An der Spitze mit 19.20 nach dem Cut Nici Marusa. Vincent Schneider wiederum hatte Durby Castillo auf den vierten Platz verwiesen.

Das entsprach letztlich auch den Wertungen aus den Semi Finals. Hier hatten sowohl Vincent als auch Durby erst im Call den Einzug ins Finale klar gemacht, während Nici und Marius jeweils von Platz 1 aus direkt ins Finale eingezogen waren. In den Calls des Semi Finals war Vincent Schneider auf den italienischen Eventteilnehmer Ian Catanzariti getroffen. Dieser hatte sich als Teil der italienischen Wellenreitelite mit starkem Rail Game und Air Reverses etwas überraschend, aber sehr berechtigt auf den dritten Platz im Halbfinale gesurft und eine Routine gefunden, mit der er in den Cuts der Heats überzeugen konnte. Vincent wiederum hatte ebenfalls super solides Surfen auf dem Rail gezeigt, dazu aber noch die Rapid Surfing eigenen Shuvits und Alley Oop Manöver als Pfeile im Köcher, mit denen er sich letztlich auch im Call gegen Ian durchsetzte. Eben weil Vincent im direkten Vergleich auf Ansage mehr anzubieten hatte, gingen 2 von 3 möglichen Punkten an ihn und Ian musste sich im Halbfinale 1 geschlagen geben. In Halbfinale 2 wiederum konnte der Surfer der ursprünglich alles im Meer gelernt hatte – Durby Castillo aus Costa Rica – den jungen Österreicher und Almkanal-Spross Niklas Sandhoff mit 2 zu 1 im Call von Semi Final 2 bezwingen. Hier spielte Durby ganz klar seine Ruhe und Nervenstärke aus und war dem technisch extrem beschlagenen Niklas letztendlich eine große Centerfinnenlänge voraus und damit im Finale des RSL Milano Pro / Am. Hier waren die beiden Call Gewinner der Halbfinals dann nah an Nici Marusa und Marius Gerlach dran, den Eventsieg im Final Call machten aber zuletzt die beiden Münchner untereinander aus.

Als Call Leader ging Nici mit der Ansage Backside Snap – Frontside Snap – Backside Alley Oop als erster auf die Welle. Mit Marius Sturz beim Backside Alley Oop ging der Punkt eindeutig an Nici und Marius stand schon bei seiner folgenden Ansage unter extremen Druck. Diese konnte er allerdings mit einem Frontside Hack – Frontside Snap – Backside Air Reverse für sich entscheiden – extrem viel Rail im Wasser beim Hack und ein direkt in Folge gesetzter Snap ohne Set-Up Travel machten für die Judges den Unterschied zu Nici aus, der die Manöver auch durchgebracht aber nicht so direkt verbunden hatte. Also 1 zu 1 nach Punkten im Call und eine letzte Ansage von Nici, die alles entscheiden sollte. Frontside Snap – Frontside Air Reverse Frontside Grab und, damit es auch richtig Spaß macht, als letztes Manöver des Events, der 360° Shuvit. Letztendlich konnten beide Surfer den 360° Shuvit trotz des extremen Supports des Publikums nicht stehen und auch wenn Nici diesem näher war, war es letztlich der FS Grab im Air Reverse, der für die Judges den Unterschied machte und Nici den Sieg bescherte. Eine ganz enge Nummer, ein Sieg für Nici, aber vor allem 2 richtige starke Final Call Teilnehmer, die es sich nicht nehmen ließen, unter viel Applaus gemeinsam eine Ehrenrunde nach dem letzen Call über die Mailänder Rapid zu drehen.

Und damit war der sportliche Teil des Events auch beendet und nach der Siegerehrung wurde es Zeit fürs Abendprogramm. Auch an dieser Stelle kann Wakeparadise in Mailand überzeugen. Wir haben jede Menge coole neue Leute kennengelernt, zusammen geile Musik gehört, toll gegessen, über Warm- und Kaltgetränke zusammengesessen und die großen und kleinen wichtigen Dinge besprochen. Es wurden kurze Hosen gekauft, hektoliterweise Sonnencreme verschmiert und dabei das wunderbare Mailänder Wetter auf dem Brett oder dem Liegestuhl gefeiert. Ein riesen Dankeschön dafür und alles andere an die Mailänder Crew rund um Ludo Vanolli und Calle Biaudet, die mit der RSL in Zusammenarbeit den Milano Pro / Am möglich gemacht haben.

RSL Pro / Am Events geben ambitionierten Rapid Surfern 2023 eine Plattform, um ihr Können auf lokalen Wellen zu zeigen und um sich für die Zukunft im RSL Pro Ranking zu platzieren. Nach Abschluss des RSL L&T Hasewelle Pro / Am, des RSL Versicherungskammer Bayern Fuchslochwelle Pro / Am sowie den assoziierten The Riverwave Surf Open, wurde von der RSL ein finales Ranking erstellt, aus dem sich die 12 weiblichen und männlichen Qualifikanten für das RSL Pro / Am Final ergeben.
Zuzüglich der je 2 RSL sowie Local Wildcards, wurde das Saison Finale damit unter 16 qualifizierten Surfern (m/w) ausgetragen.

Wir bedanken uns dabei für die Unterstützung von:

Rapid Surf League Presenting Partner: Dextro Energy*
Local Powered By Partner: Setz Hard Seltzer, Wakeparadise Milano
Location Enabler: Unit Surf Pool

Supporting Partner: Dakine
Time Keeping Partner: G-Shock
Media Partner: Wellenreiten.de

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